Samstag, 16. März 2019

Warum ich ich einen Riester Vertrag abgeschlossen habe

Riester Verträge sind so eine Sache. Von Beratern und Finanzinstituten gerne empfohlen da sie gut damit Geld verdienen können. Von den Medien und Bloggern aber in Frage gestellt oder gar verteufelt. Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Ich möchte hier kurz darstellen warum ich nach längerem zögern jetzt doch einen Riester Vertrag abgeschlossen haben.

Den Riester Vertrag gibt es gar nicht

Zwar spricht man immer von einem Riester Vertrag, aber den Vertrag gibt es nicht. Viel mehr gibt es verschiedene Arten um so einen Altersvorsorgevertrag zu gestalten und noch sehr viele unterschiedliche Varianten wie diese im Detail funktionieren. Interessant werden entsprechende Verträge aber meist erst wenn man staatliche Zuschüsse und Steuervorteile. Den nur so können diese Verträge sich mit anderen Produkten zum Vermögensaufbau wie einem ETF Sparplan messen.

Nachdem ich noch einige Jahre bis zur Rente habe kann ich auch noch das ein oder andere Risiko aushalten und daher kommt für mich nur eine Anlage mit hohem Aktienanteil in Frage. Hier gibt es mit dem Fondsriester auch ein passendes Vehikel. Leider ist das Angebot von wirklich kostengünstigen und einfachen Produkten auf dem Markt dann doch etwas dünn. So wirklich das perfekte Produkt habe ich nicht entdeckt.

Fairr Riester als mein Mittel der Wahl

Die noch recht junge Firma Fairr hat diese Lücke aber erkannt und bietet mit dem Fairr Riester einen Fondsriester auf Basis von ETFs. Dazu läuft fast alles rein digital im Direktvertrieb was zusätzlich spart. Eine Kostenquote von etwa 0,8% über die Laufzeit erscheint mir im Vergleich zu reinen ETF Sparplänen etwas hoch, ist aber im Vergleich des Rest des Marktes knackig günstig. Die staatliche Förderung sollte die höheren Kosten recht lange abdecken. Die Rendite kommt dann durch die Erstattung der Steuern über die Steuererklärung und sonstige steuerliche Vergünstigungen. Für mich sind das über 600 Euro rum pro Jahr, die sich über die Jahre natürlich immer verzinsen. Zur Rente sollte das dann doch ein paar viele Tausend Euro Unterschied machen. Dafür geht halt Flexibilität drauf, ist halt immer noch ein Riester Vertrag für die Altersvorsorge. Aber damit kann ich leben.

Fazit: Macht Sinn

Für mich macht der Fairr Riester Sinn. Am Ende kommt einfach ein höhere Rente raus. Dazu kommt der Vorteil einer automatisieren Lösung und ein anderer rechtlicher Rahmen wie die Hartz IV Sicherheit von Riester Vermögen. Die typischen Nachteile von Riester Verträgen wie fehlende Flexibilität, höhere Kosten und die hohe Komplexität des Konstrukts bleiben natürlich erhalten. Die Kritik am Modell Riester ist daher durchaus berechtigt und ich kann verstehen wenn jemand das lieber anders gestaltet. Für mich ist es aber, richtig gemacht, eine gute Option bewusst zusätzlich Geld für die Rente zu sparen.

Quelle: Geldgespräch – Alexander Hinz von fairr.de

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