Sonntag, 25. März 2018

Warum ich die Dividendenstrategie liebe

Anfang 2018 geht es an der Börse wieder etwas ruppiger zu. Die Volatilität ist wieder da und es gab die eine oder andere Korrektur. Davon bleibt man auch als Anleger mit einer Dividendenstrategie nicht verschont. Etwas härter trifft es da auch den ansonsten stabilen Lebensmittel und Konsumgüterbranche. Als Beispiel sei hier einmal die Aktie von Unilever genannt die sich auch in meinem Depot befindet.

Wie man sieht ist die Aktie knapp 12% im Minus und in letzer Zeit ist sie eher noch weiter gesunken. Doch das ist nicht wirklich schlimm. Das Unternehmen macht weiter Umsatz und Gewinn und einen Teil davon zahlt es in Form von Dividenden wieder aus. So konnte ich mich vor kurzem auch mal wieder über ein paar Euronen freuen da Unilever die Quartalsdividende ausgeschüttet hat.


Bei Unilever gehe ich stark davon aus das ich da auch noch Dividende erhalte wenn die Aktie wieder etwas höher steht. Langfristig dürfte die Dividenden eher steigen als sinken. Von daher tun mir die aktuellen Schwankungen am Aktienmarkt gar nicht wirklich weh, eine regelmäßige Dividende beruhigt mich einfach sehr.

Dienstag, 13. März 2018

Kauf von E.ON für das Dividendendepot

Im deutschen Strommarkt zeichnet sich gerade eine größere Änderung ab. So tauschen die Firmen RWE und E.ON Geschäftsfelder und zerteilen dabei auch die RWE Tochter Innogy. Am Ende soll E.ON wohl als Besitzer der Stromnetze und Vertrieb an Privatkunden dastehen während RWE Energie erzeugt.

Ich schaue mich schon eine Weile nach einem klassischen Versorger für mein Dividenden Depot um. Besitzer von Stromnetzen sind dabei gerne mal solide Divendenzahler, ist halt ein berechenbares Geschäftsmodell. In diesem Bereich finde ich die spanische Firma Red Eléctrica interessant, konnte mich aber auf Grund der spanischen Quellensteuer noch nicht zu einem Kauf durchringen.

Nun könnte aber mittelfristig mit E.ON in Deutschland auch eine entsprechender solider Dividendenzahler entstehen. Die Bewertung der Aktie scheint mir aktuell auch relativ günstig. Daher habe ich mir mal 200 Stück dieser Aktie in mein Depot gelegt, mit der Spekulation darauf das sich daraus ein günstiger Einstieg in einen zukünftigen fleißigen Dividendenzahler ergibt. Der Einstieg ist mit über 3% Dividendenrendite günstig, mittelfristig rechne ich mit mehr. Natürlich gibt es das Risiko das die Übernahme scheitert und die Aktien dann wieder nachgeben, aber ein gewisses Risiko ist ja immer.

Damit ist mein "Deal Konto" auch wieder etwas aufgebraucht, mir lag die in letzer Zeit sowieso etwas zu viel Geld rum. Gekauft habe ich die Aktie Montagmorgen nach der Bekanntgabe der Pläne. Seitdem hat sich die Aktie schon mal gut entwickelt, ein paar Prozent Gewinn gegenüber dem Markt der nach unten ging ist ja schon mal nicht schlecht, wobei ich ja eigentlich nur auf die Dividende scharf bin.

Weitere spannende Lektüre zum Thema findet ihr im Artikel Milliardenpoker in der deutschen Energiebranche von Jonathan Neuscheler.

Donnerstag, 8. März 2018

Haushaltsbuch März 2018

Ein Haushaltsbuch ist ein bewährtes Mittel um seine Einnahmen und Ausgaben im Blick zu haben. Ich führe alle paar Jahre ein paar Monate ein ausführliches Haushaltsbuch wo ich fast jedem Euro den ich Monat einnehme und ausgebe einen Namen gebe. Meist reicht mir aber eine grobe Übersicht. Bei einigen Posten reicht es mir einfach grob zu wissen was ich dafür ausgebe. Bei einigen Posten weiß ich auch nicht wirklich wie viel ich jetzt genau ausgebe. Ich bin ehrlich gesagt zu faul die Packung Socken die ich beim Discounter mitnehme separat aufzuschreiben.

Ich lege dabei alles auf einen Monat um, auch Sachen die nur einmal pro Jahr anfallen wie Versicherungen.


Meine monatlichen Ausgaben sehen dann entsprechend so aus.


Nachdem ich letzes Jahr umgezogen bin sind hier einige Posten noch nicht fix. So kann es sein das der Abschlag für den Strom sich noch ändert und die Ausgaben für Internet und Telefon werden etwas steigen da der Rabatt für Neukunden wegfällt.

Grün markiert habe ich meine geplante Sparrate. Ich versuche mindestens 30% meines Einkommens zu sparen, in der Realität ist es dann mehr. Meist bleibt bei mir etwas mehr über da einige der Ausgaben sehr großzügig kalkuliert sind. Dann kaufe ich einfach hin und wieder noch Aktien nach. Selbiges mache ich mit sonstigen Einnahmen wie Dividenden oder Weihnachtsgeld, auch hier wird ein großer Teil wieder gespart.


Samstag, 3. März 2018

Monatszahler ins Depot - Kauf Realty Income und Main Street Capital

Ich habe im Februar und März zwei weitere Aktien für mein Dividendendepot gekauft. Beide Aktien haben die Besonderheit das sie monatlich Dividenden ausschütten.


Realty Income
Mit Realty Income habe ich mir dabei einen soliden REIT in das Depot geholt. Ein Real Estate Investment Trust (REIT) ist eine besondere Form einer Aktie bzw. eines Fonds die einen großen Teil der Einnahmen ausschüttet. Dafür gibt es steuerliche Vorteile für die Firma, vor allem in den USA. Realty Income ist im Bereich der Gewerbeimmobilien in den USA aktiv und zählt Firmen wie Fedex und Walmart zu seinen Kunden. Das Geschäft empfinde ich als relativ stabil, ein langfristiges Investment ergibt für mich daher Sinn. Ein wichtiger Grund beim Kauf eines REIT ist natürlich die Dividende. Nach den Kursrückgängen der letzten Zeit startet man mit einer Dividendenrendite von über 5%. Die Dividende wird dabei auch regelmäßig erhöht und sollte wohl auch langfristig steigen.

Nachdem Realty Income ein echtes Dickschiff in dem Bereich der REITs ist, muss man sich über das hohe KGV nicht wundern. Die Aktie wird wohl nie wirklich günstig, die stabile monatliche Dividende ist für viele Anleger einfach zu attraktiv. Ich sehe Realty Income als Kernposition die ich bei Gelegenheit immer mal wieder aufstocken werde und hoffe das die Dividenden weiter langfristig angehoben wird.

Main Street Capital
Die zweite Aktie die ich mir zugelegt habe ist Main Street Capital. Die Firma ist eine Business Development Company. Diese Art von Firmen ist in den USA tätig und kümmern sich um die Kapitalversorgung von Startups aber auch etwas größeren Firmen.  Im Gegensatz zu Banken beteiligt sich eine BDC aber entweder am Eigenkapital oder wird sogar Miteigentümer von Firmen.Das Geschäftsmodell ist daher schon etwas speziell, eine Bewertung von Firmen in diesem Bereich daher etwas schwierig.

Wie REITs schütten diese Firmen oft einen großen Teil ihrer Gewinne aus was sie für Dividendeninvestoren attraktiv machen. Bei Main Street Capital gibt es aktuell über 6% Dividendenrendite zu holen, wobei es wohl auch öfter mal zusätzliche Ausschüttungen in Form von Sonderdividenden gibt. Die schon beachtliche normale Dividende wird monatlich ausgeschüttet. Main Street Capital ist ein recht solider Dividendenzahler, wobei die Dividende in diesem Bereich natürlich nicht als so sicher gelten kann wie bei einem REIT.

Im Bereich der BDCs kann aber auch Main Street Capital als Schwergewicht zählen, was für mich auch ein Kaufgrund war. Im Gegensatz zu Realty Income ist diese Position aber etwas spekulativer, da es mir sehr schwer fällt BDCs wirklich zu bewerten. Bei dieser Firma habe ich es ganz klar auf die Dividende abgesehen, habe daher ggf. auch keine Skrupel die Position wieder aufzulösen wenn es hier zu einer Dividendenkürzung kommt. Mit dieser Position hätte ich dann auch endlich mal etwas im Bereich Finanzen im Depot. Hier tue ich mich irgendwie schwer Firmen zu finden und zu bewerten, also habe ich jetzt einfach mal eine größere Firma mit solider Dividende geholt. Vielleicht nicht unbedingt ganz rational, aber no risk no fun :)