Montag, 30. April 2018

P2P Kredite der Turbo für das Portfolio

Seit einigen Jahren scheint gefühlt jeden Monat eine neue Plattform für P2P-Kredite zu starten. Auch ich konnte auf Grund von Zinsen im Bereich von 10 bis 14 Prozent nicht widerstehen.

P2P steht hierbei für Peer to Peer. Die Idee ist also das normale Leute sich untereinander Kredite geben. Die Banken bleiben draußen. Die Kreditgeber erhalten höhere Renditen. Die Kreditnehmer kommen schneller und unkomplizierter zu einem Kredit, den sie vielleicht bei einer Bank gar nicht erhalten würden. So zumindest die Theorie

In der Praxis ist das ganze sehr viel unromantischer. Als Investor schiebe ich das Geld auf eine Plattform wie Mintos auf der vorfinanzierte Kredite von Kreditanbahnern angeboten werden. Der Akt des Investments läuft dabei weitestgehend automatisiert und unpersönlich ab. Als Investor lasse ich eine Art Roboter, den Autoinvest, laufen der dann mein Geld automatisch in kleinen Häppchen in Kredite unterbringt.  Bei einigen Plattformen gibt es dann auch noch eine "Rückkaufgarantie" (Buyback) bei der die Kreditanbahner überfällige Kredite z.B. nach 60 Tagen zurückkaufen. Das soll mich als Investor beruhigen und die Liquidität erhöhen. Das dies natürlich nicht unendlich klappt und die Rückkaufgarantie nur eine etwas trügerische Sicherheit bietet sollte einem hier bewusst sein.

Letztlich ist mein Geld einfach nur ein Hebel für einen Darlehensanbahner. Dieser arbeitet in einer meist weniger entwickelten Volkswirtschaft wie Georgien, Armenien oder Estland. Dafür das ich einen Teil des Risikos bei diesen P2P Krediten übernehme kriege ich dann aktuell meist irgendwo 10 bis 14 Prozent Zinsen. Dabei sollte einem klar sein das diese Art der Investition ein höheres Risiko hat. Rendite kommt nun mal von Risiko.

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